Es ist der 1. Dezember und du hast gerade einen Adventskalender gekauft, um die Tage bis Weihnachten zu zählen. Doch als du ihn öffnest, drängt sich dir plötzlich eine Frage auf:
Soll ich mit Tag 1 beginnen und bis Tag 24 zählen? Oder soll ich von 24 auf 1 herunterzählen?
Vor ein paar Jahren stand ich vor genau demselben Dilemma. Und ich habe festgestellt, dass sich niemand über die "richtige" Verwendung eines Adventskalenders einig zu sein scheint!
Also beschloss ich, ein wenig zu recherchieren und diesem sehr wichtigen Thema ein für alle Mal auf den Grund zu gehen.
In diesem vollständigen Leitfaden finden Sie als Fachmann individueller Adventskalender Druckerei, ich werde Ihnen helfen, zu lernen:
- Was ist ein Adventskalender (für diejenigen, denen das Konzept völlig neu ist)
- Die Geschichte des Adventskalenders
- Aufwärts oder abwärts zählen
- Lustige Ideen und Tipps zum Basteln eines eigenen Adventskalenders
Beginnen wir mit der Beantwortung der grundlegendsten Frage...

Was ist ein Adventskalender?
Ein Adventskalender dient dazu, die Tage bis zum Weihnachtsfest, das am 25. Dezember stattfindet, zu zählen.
Der Name stammt von dem lateinischen Wort "adventus", was Ankunft bedeutet. Natürlich geht es in der Weihnachtszeit darum, die Ankunft des Weihnachtstages zu erwarten.
Traditionell sind in einem Adventskalender 24 Tage angegeben. Das liegt daran, dass die meisten Kalender am 1. Dezember beginnen und Tag 24 auf den Heiligabend (24. Dezember) fällt.
Hinter jedem nummerierten Tag verbirgt sich eine kleine Schublade, Tür oder Klappe. Und hinter jeder ist eine lustige Überraschung wie:
- Ein Stück Schokolade oder ein Bonbon
- Ein kleines Spielzeug oder Schmuckstück
- Eine Bibelstelle oder ein Weihnachtsbild
Der Grundgedanke ist, dass man beim Öffnen der Tür eine kleine Freude hat, während man die Tage bis zum großen Festtag herunterzählt.
Nachdem Sie nun wissen, wofür ein Adventskalender verwendet wird, wollen wir uns ansehen, woher diese weihnachtliche Tradition stammt.
Die Geschichte des Adventskalenders
Im 19. Jahrhundert markierten die deutschen Protestanten ihre Türen mit Kreide, um die 24 Tage vor Weihnachten zu zählen.
Bald darauf begannen Familien, Adventskalender selbst zu basteln, um das gleiche Ziel zu erreichen.
In den frühen 1900er Jahren schuf Gerhard Lang beispielsweise den ersten gedruckten Adventskalender. Inspiriert wurde er von dem Kalender, den seine Mutter ihm als Kind gebastelt hatte und der 24 Süßigkeiten für die Vorweihnachtszeit enthielt.
Langs Adventskalender enthielt 24 kleine, bunte Bilder, die die Kinder jeden Tag aufdecken konnten. In den 1920er und 1930er Jahren begannen Verlage wie Reichhold & Lang mit der Massenproduktion dieser Adventskalender.
Inzwischen gibt es Adventskalender in allen Formen und Größen - nicht nur das klassische rechteckige Poster.
Es gibt Adventskalender in Form von:
- Weihnachtsbäume
- Weihnachtsmann
- Schneeflocken
- Lkw und Pkw
- Häuser
- Scheunen
Einige moderne Adventskalender enthalten nicht nur Bilder oder Süßigkeiten, sondern auch kleine Spielzeuge, Schönheitsprodukte oder andere kreative Dinge.
Sie können sogar einen Adventsbierkalender kaufen, bei dem sich hinter jeder nummerierten Klappe ein anderes Bier verbirgt!
Doch ganz gleich, welche Form Ihr Kalender annimmt, eine Frage bleibt immer bestehen...
Sollten Sie an Tag 1 beginnen und hochzählen? Oder an Tag 24 und rückwärts zählen?
Hoch- oder runterzählen: Was ist der richtige Weg?
Wenn wir auf die Ursprünge der Adventskalender zurückblicken, fügten die deutschen Protestanten für jeden neuen Tag vor Weihnachten einen Kreidestrich hinzu.
Technisch gesehen wurden die ersten Adventskalender" also eher aufwärts als abwärts gezählt.
Einige sind jedoch der Meinung, dass ein Adventskalender die 24 Tage ab dem 25. Dezember herunterzählen sollte, da Weihnachten ein festes Datum ist.
Offensichtlich ist diese Debatte eher heiter als ernst. Aber ich habe beschlossen, einige historische Fakten zu recherchieren, um diese Debatte zu beenden:
Tatsache #1: Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen die ersten kommerziell gedruckten Adventskalender auf den Markt. Und die Schöpfer entwarfen sie in einem "Aufwärtszählen"-Format, beginnend mit Tag 1.
Gerhard Lang hat zum Beispiel die Zahlen 1 bis 24 auf Klappen gedruckt, wobei sich die Zahl 24 öffnet und die Weihnachtsszene zum Vorschein kommt.
Tatsache #2: Bei traditionellen Adventskränzen werden die Kerzen immer der Reihe nach angezündet, beginnend mit der ersten Woche. Die erste Kerze symbolisiert die Erwartung und Vorfreude (wie das Öffnen des ersten Kalenderblattes). Von da an werden weitere Kerzen angezündet, bis die vierte auf Heiligabend fällt.
Tatsache #3: Das Wort "Advent" kommt von dem lateinischen Begriff "adventus", was Ankunft bedeutet. Während der Adventszeit zählen wir also die Tage und freuen uns auf die Ankunft des Weihnachtstages.
Insgesamt scheint es klar zu sein, dass die Adventszeit in der Vergangenheit eher dazu diente, die Tage hochzuzählen, als sie herunterzuzählen.
Wenn Sie also auf historische Genauigkeit Wert legen, sollten Sie mit Tag 1 beginnen und bis Weihnachten zählen.
Aber hey, es ist ja schließlich dein Adventskalender! Wenn dir der Countdown mehr Spaß macht, solltest du ihn auf jeden Fall ausprobieren.
5 Tipps für die Gestaltung Ihres eigenen Adventskalenders
Ein Teil des Zaubers der Adventszeit besteht darin, mit viel Fantasie einzigartige Kalender für die eigene Familie oder zum Verschenken zu basteln.
Brauchen Sie ein wenig Inspiration? Hier sind meine 5 besten Tipps für die Gestaltung des perfekten Adventskalenders:
1. Verwenden Sie Materialien, die Sie bereits zu Hause haben
Sie brauchen kein ausgefallenes Bastelpapier oder Zubehör (es sei denn, Sie wollen es!). Viele alltägliche Haushaltsgegenstände eignen sich hervorragend als Bausteine für einen Adventskalender:
- Müslischachteln oder Cracker
- Einmachgläser
- Schuhkartons
- Dosen Suppe
Drehen Sie sie um oder wickeln Sie sie ein, um die Etiketten zu verbergen. Verwenden Sie dann Marker, Aufkleber, Bastelpapier oder Geschenkpapier zum Verzieren.
2. Machen Sie es bedeutungsvoll
Haben Sie ein Lieblingsweihnachtsbuch oder einen Lieblingsfilm? Oder möchten Sie Kindern die Geschichte der Geburt Jesu näher bringen?
Gestalten Sie Ihren Kalender so, dass er eine Geschichte erzählt! Füllen Sie ihn mit relevanten Symbolen, Sprüchen oder Fakten, die Sie jeden Tag enthüllen können.
Verstecken Sie zum Beispiel Engelsfiguren hinter bestimmten Tagen, um die Geschichte vom Besuch des Engels Gabriel bei Maria zu erzählen. Oder fügen Sie Bibelverse ein, die die Geburt Jesu prophezeien.
3. Personalisieren Sie die Überraschungen
Mini-Schokoladentäfelchen oder Bonbons scheinen die beliebtesten Adventsgeschenke zu sein. Aber Sie können wirklich kreativ werden, was Sie hinter jeder nummerierten Klappe oder Schublade verstecken!
Mini-Körperpflegeartikel (Lotionen, Seifen)
Aufkleber
Kleine Lego-Sets
Notizen mit Weihnachtserinnerungen an Ihre Familie
Leckereien in Reisegröße
Passen Sie es an die Hobbys des Beschenkten an - Minigarne aus Zahnseide für Bastler, Gitarrenplektren für Musiker, usw. Sie werden es lieben, ihre Interessen in der täglichen Überraschung zu sehen!
4. Geben Sie ihm ein Thema
Von Superhelden bis hin zu Schneeflocken - ein lustiges Thema kann Ihren Advent auf die nächste Stufe heben.
Es bindet alle 25 Überraschungen zusammen, sodass der Kalender eine zusammenhängende Geschichte erzählt. Themen eignen sich auch hervorragend als Namen für deine individuelle Kreation wie "The Avengers Advent" oder "The North Pole Countdown".
5. Machen Sie es zu einer Familienaktivität
Warum nicht die Kinder einbeziehen? Lassen Sie sie helfen:
- Baumaterialien aus der Umgebung des Hauses aussuchen
- Entwickeln Sie kreative Themen
- Den Kalender außen dekorieren
- Überraschungen für jeden Tag auswählen und einpacken
Das weckt nicht nur die Vorfreude der Kinder, sondern trägt auch dazu bei, ihnen zu vermitteln, warum der Advent eine so wichtige Tradition in der Weihnachtszeit ist.
Jetzt wissen Sie, ob (und wie) Sie auf- oder abwärts zählen müssen!
Und da haben Sie es - die komplette Geschichte zusammen mit Expertentipps, wie man einen Adventskalender richtig verwendet!
Ob Sie nun am Tag 1 beginnen und aufwärts zählen oder am Tag 24 beginnen und abwärts zählen - ich hoffe, Sie fühlen sich bereit, die Ferienzeit für sich und Ihre Familie zu einem besonderen Vergnügen zu machen.
Denn bei den Weihnachtstraditionen kommt es darauf an, dass sie Ihnen Freude, Begeisterung, Besinnlichkeit und eine schöne Zeit mit Ihren Lieben bringen.
Ich würde mich freuen, Ihre Gedanken und Pläne für die Adventszeit zu hören! Teilen Sie sie mir gerne in den Kommentaren unten mit.