Haben Sie am 1. Dezember jemals auf Ihren Adventskalender gestarrt und sich gefragt: „Moment mal, fange ich mit Türchen #1 oder #24 an?“
Sie sind nicht allein.
Tatsächlich hatte ich letztes Jahr genau diese Diskussion mit meiner Familie. Wir standen buchstäblich 10 Minuten lang da und stritten darüber, wie man einen Adventskalender „richtig“ zählt.
Wie sich herausstellte, steckt hinter dieser Weihnachtstradition mehr als nur das zufällige Öffnen von Türen.
Und heute, als professioneller individueller Adventskalender Druckerhersteller, ich werde Ihnen genau zeigen Wie kann man sich auf einen Adventskalender verlassen? – und verraten Ihnen außerdem ein paar Insider-Tipps, die Ihren Countdown bis Weihnachten um einiges unterhaltsamer machen.

Die zwei Hauptmethoden des Zählens
So sieht es aus:
Es gibt tatsächlich ZWEI legitime Arten, auf einen Adventskalender zu zählen.
Und beide haben ihre eigene Logik.
Methode 1: Hochzählen (1 bis 24)
Dies ist die traditionelle Vorgehensweise.
Sie beginnen am 1. Dezember mit Tür #1. Öffnen Sie dann am 2. Dezember Tür #2. Und so weiter.
Ganz einfach, oder?
Diese Methode stimmt perfekt mit den Kalenderdaten überein. 1. Dezember = Tür 1. 15. Dezember = Tür 15.
Warum das funktioniert:
- Man merkt sich leicht, welche Tür man öffnen muss.
- Stimmt mit dem tatsächlichen Datum überein
- Steigert die Spannung, je größer die Zahlen werden.
- Die meisten Adventskalender sind für diese Methode konzipiert.
Methode 2: Herunterzählen (24 bis 1)
Manche Familien bevorzugen die Countdown-Methode.
Beginnen Sie am 1. Dezember mit Tür #24. Arbeiten Sie sich dann bis zum Heiligabend vor, wo sich Tür #1 befindet.
Dadurch entsteht ein buchstäblicher Countdown bis Weihnachten.
Aber hier ist die Sache:
Diese Methode kann verwirrend sein. Schnell – wenn es der 10. Dezember ist, welche Tür öffnen Sie? (Sie müssten rechnen: 25 minus 10 ergibt Tür #15.)
Welche Methode sollten Sie anwenden?
Nachdem ich mich mit den Traditionen des Adventskalenders auseinandergesetzt habe (und buchstäblich jeden, den ich kenne, gefragt habe), habe ich Folgendes herausgefunden:
95% Personen zählen von 1 bis 24.
Warum?
Denn so wurden Adventskalender ursprünglich konzipiert.
Tatsächlich schuf Gerhard Lang im Jahr 1908 den ersten gedruckten Adventskalender. Und wissen Sie was? Er zählte von 1 bis 24.
Die Zahlen auf traditionellen Adventskalendern entsprechen direkt den Daten im Dezember. So einfach ist das.
Die Geschichte des Adventskalenders
Hier ist etwas Interessantes:
Das Wort "Advent" kommt aus dem Lateinischen "adventus“ – bedeutet „Ankunft“ oder „Kommen“.
Adventskalender zählen nicht die Tage bis Weihnachten herunter. Sie zählen die Tage bis Weihnachten hoch.
Stellen Sie es sich wie Treppensteigen vor. Man beginnt ja auch nicht bei Stufe 24 und zählt rückwärts. Man beginnt bei Stufe 1 und steigt nach oben.
Deutsche Familien im 19. Jahrhundert machten ab dem 1. Dezember Striche mit Kreide an ihre Türen. Einen Strich am ersten Tag, zwei am zweiten. So steigerten sie sich bis Weihnachten.
Aus dieser Tradition entwickelten sich die Adventskalender, die wir heute kennen.
Sonderfälle und Variationen
Nicht alle Adventskalender folgen dem Standardformat von 24 Tagen.
12-tägige Adventskalender
Diese finden üblicherweise vom 13. bis zum 24. Dezember statt. Man zählt trotzdem hoch: 1 am 13., 2 am 14. usw.
25-Tage-Adventskalender
Manche Kalender beinhalten den Weihnachtstag. Tür #25 wird am 25. Dezember als besondere Weihnachtsmorgenüberraschung geöffnet.
Adventskalender, die am ersten Adventssonntag beginnen
Der traditionelle liturgische Advent beginnt vier Sonntage vor Weihnachten. Dies kann zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember liegen.
Diese Kalender könnten 28 Türchen haben oder ein völlig anderes Nummerierungssystem verwenden.
Häufige Fehler beim Adventskalender – die Sie vermeiden sollten
Ich habe schon unzählige Male gesehen, wie Leute das vermasselt haben.
Fehler #1: Mehrere Türen öffnen, um „aufzuholen“
Hast du deinen Kalender am 5. Dezember begonnen? Öffne nicht alle Türen 1–4 gleichzeitig. Beginne einfach mit Tür #5.
Der Zauber liegt im täglichen Ritual, nicht im Genuss jeder einzelnen Leckerei.
Fehler #2: Den Kindern erlauben, die Tür von morgen „nur dieses eine Mal“ zu öffnen
Glaub mir, wenn man die Regel bricht, bricht das Chaos aus. Plötzlich wollen sie am 1. Dezember alle 24 Türen öffnen.
Fehler #3: Streit darüber, wer die Tür öffnet
Haben Sie mehrere Kinder? Wechseln Sie die Tage ab. Oder besorgen Sie sich mehrere Kalender. Ihre Nerven werden es Ihnen danken.
Profi-Tipps für einen erfolgreichen Adventskalender
Nach jahrelanger Erfahrung mit Adventskalendern (und vielen Fehlern) funktioniert Folgendes tatsächlich:
Legen Sie eine bestimmte Uhrzeit fest.
Integrieren Sie es in Ihre Routine. Vielleicht direkt nach dem Frühstück oder vor dem Schlafengehen. Regelmäßigkeit ist entscheidend.
Mach ein Foto
Notieren Sie, welche Tür Sie jeden Tag geöffnet haben. Klingt vielleicht komisch, aber so vermeiden Sie die Diskussionen darüber, ob man Tür 12 schon geöffnet hat.
Mach es zu etwas Besonderem
Reiß nicht einfach die Tür auf und geh weiter. Lies die Zahl laut vor. Sprich darüber, wie viele Tage es noch bis Weihnachten sind. Steigere die Vorfreude.
Seien Sie bei der Platzierung kreativ.
Verstecke den Kalender jeden Abend an einem anderen Ort. Kinder lieben die morgendliche Suche.
Tipps zum Zählen eines selbstgemachten Adventskalenders
Einen eigenen Adventskalender basteln?
Die Sache ist die:
Die Reihenfolge der Zahlen ist wichtig.
Zufällig verteilte Zahlen wirken zwar künstlerisch, stiften aber Verwirrung. Ziehen Sie folgende Ansätze in Betracht:
- Lineares Layout: Zahlen in der Reihenfolge von links nach rechts
- Gittermuster: Ordnete Zeilen und Spalten
- Thematische PlatzierungZahlen, die in einer Szene versteckt sind, aber mit Logik.
Wofür Sie sich auch entscheiden, achten Sie darauf, dass die Suche nach der richtigen Zahl nicht zu einem frustrierenden Rätsel wird.
Das Fazit zum Zählen von Adventskalendern
Letztendlich gibt es keine „Adventskalender-Polizei“, die kontrolliert, ob man alles richtig macht.
Aber wenn Sie die traditionelle Erfahrung wünschen, die logisch Sinn ergibt:
Beginnen Sie mit Tür #1 am 1. Dezember und zählen Sie bis 24.
Diese Methode hat sich seit über 100 Jahren bewährt. Sie orientiert sich am Kalender und steigert die Vorfreude auf Weihnachten.
Das heißt:
Der beste Adventskalender ist der, der deiner Familie Freude bereitet. Ob ihr die Tage hochzählt, herunterzählt oder euch ein eigenes System ausdenkt – die gemeinsamen Erinnerungen zählen mehr als die Methode.
Schnapp dir also deinen Adventskalender, such das erste Türchen und fang an zu zählen. Weihnachten ist schneller da, als du denkst.
Möchten Sie den diesjährigen Countdown zu etwas ganz Besonderem machen? Wählen Sie eine feste Uhrzeit, beziehen Sie die ganze Familie mit ein und denken Sie daran – Wie kann man sich auf einen Adventskalender verlassen? Wichtiger ist es, daraus eine Tradition zu machen, auf die sich alle freuen.